Karrierecoaching für Frauen in Männerdomänen und Führungspositionen

Karrierecoaching für Frauen von Frau zu Frau

Schon bewusst (?) …

…, dass mit einem Karrierecoaching für Frauen in Männerdomänen und Führungspositionen dein Berufsleben deutlich freudvoller gestaltet werden kann?

Coaching für Frauen in Männerdomänen, sogenannten Männerberufen und Führungspositionen ist ein Thema, welches mir auch persönlich besonders am Herzen liegt. Ich kann rückblickend, aus meiner eigenen langjährigen Erfahrung, sehr gut nachempfinden, wie es sich als „Exotin“ und einzige Frau in Führungskräftekreisen anfühlt.

Schon während meines Studiums zur Ingenieurin waren Frauen in meinem Umfeld rar. Während meiner ca. zwanzigjährigen Laufbahn, im Konzern und Mittelstand, hatte ich kein einziges Mal eine Chefin. In den rund 15 Jahren, die ich selbst als Führungskraft und Prokuristin tätig war, gab es keine einzige Geschlechtsgenossin in meiner direkten Peergroup. Die anderen Frauen in meinem damaligen Umfeld flogen, meist wahrgenommen als fleißige Bienchen, weit unterhalb des Radars der Chefs und deren ernsthafter Anerkennung. Auch ich habe damals den einen oder anderen mentalen blauen Fleck davon getragen.

Seither sind einige Jahre vergangen und weiterhin unterscheidet sich das heutige Bild für Frauen meist nicht wirklich. Frauenquoten hin oder her – nach wie vor sind die oberen Etagen in Unternehmen weitestgehend von Männern dominiert. Das ist ein Fakt, an dem Frauen nicht vorbeikommen und daran manchmal auch mit ihren beruflichen Wünschen und Karrieren scheitern.

Das muss so nicht sein! Ein Karrierecoaching für Frauen und von Frau zu Frau kann dich dabei unterstützen deine berufliche Entwicklung in die gewünschte Bahn zu bringen. Dabei darfst du ganz Frau bleiben und veränderst nur das, was dir bisher wirklich im Weg steht. Du wirst wahrnehmen können, was dein weibliches Verhalten vom stereotypischen Männerverhalten unterscheidet und deinen Weg finden können, zielgerichtet damit umzugehen. So kannst du deine Stärken wirksam für dich einsetzen.

Gerne bin ich die Frau an deiner Seite und unterstütze dich mit professionellem Coaching und entsprechendem weiblichem Erfahrungshintergrund für deine Freude in Beruf und Karriere. Nimm mich gerne beim Wort und nutze auch das kostenlose Kennenlern-Telefonat für dich und deine Fragen.

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Worauf Frau im beruflichen Umgang mit Männern achten darf

Es sind weit mehr als die schrittmittigen Marginalien, die den Unterschied ausmachen – Frauen und Männer verhalten sich, gerade auch im Berufsleben, sehr unterschiedlich. Noch korrekter formuliert gibt es einen großen Unterschied von femininen und maskulinen Verhaltensweisen. Wenn ich hier also von Frauen oder Männern schreibe, dann ist damit eher ein Stereotyp gemeint. Frauen haben auch maskuline Anteile, sowie Männer auch feminines Verhalten an den Tag legen können. Die jeweiligen Anteile variieren von Mensch zu Mensch. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass auch Männer immer wieder unter stereotyp maskulinen Verhaltensweisen, in ihrem beruflichen Umfeld, leiden und manchmal resignieren.

Grundsätzlich sind weder weibliche noch männliche Verhaltensweisen an sich gut oder schlecht. Das, aus meiner Wahrnehmung, Bedenkliche liegt in der Unausgewogenheit der Geschlechterverteilung im beruflichen Kontext. Damit verzichten Unternehmen häufig auf Stärken, die in der Vielfalt liegen. Obwohl bereits in vielen Studien und Untersuchungen festgestellt wurde, dass Unternehmen mit ausgeprägter Diversität auch wirtschaftlich erfolgreicher sind als andere, lässt die Business-Realität noch immer stark zu wünschen übrig. So ist es mir ein Anliegen, gemeinsam mit meinen Klientinnen, dafür zu sorgen, dass sich Stück für Stück daran etwas ändert.

Wichtig zu wissen ist, wie die anderen „spielen“, um selbst gut und angemessen reagieren zu können. Vier Beispiele (eine Vielzahl weiterer Beispiele findest du z.B. in dem sehr empfehlenswerten Buch „Das Arroganzprinzip“) möchte ich dir an dieser Stelle geben, damit du eine bessere Vorstellung davon bekommst, was über entsprechende Verhaltensmuster bekannt ist . Viele eigene Erfahrungen, aus meinem Leben und denen meiner Klientinnen in Männerdomänen, habe ich hier mit einfließen lassen, um Theorien über solche Verhaltensmuster für dich zu veranschaulichen.

Das Revier einnehmen

Aus dem Blickwinkel einer Frau ist es fast zum Schmunzeln, aber männliches Verhalten ist sehr stark territorial ausgeprägt. Fast wie in der Tierwelt, gilt es Reviere einzunehmen, abzustecken und zu verteidigen. Das passiert im Business-Alltag unentwegt.

Weil ich dies vor vielen Jahren nicht bedacht habe, durfte ich eine unangenehme Erfahrungen machen – ein Kollege brachte mir sehr starkes Misstrauen entgegen. Ich war ganz neu im Unternehmen und meine erste Bereichsleitersitzung, mit unserem Geschäftsführer, stand an. Begleitet vom Geschäftsführer und mit ihm ins Gespräch vertieft, habe ich den Konferenzraum betreten.

Wir nahmen gemeinsam an der Stirnseite der in U-Form angeordneten Tische Platz, während so nach und nach die anderen Kollegen dazu kamen. Alle anderen nahmen an den Schenkelseiten des Us Platz. Schon ab diesem Tag misstraute mir ein Kollege zutiefst und konterkarierte alles, was von mir an Ideen und Gedanken in die Runde der Führungskräfte eingebracht wurde. Es hat viele Monate gedauert, bis wir beide in der Lage waren unser Verhältnis, auch mittels Coachings, zueinander zu klären.

So durfte ich erfahren, dass genau jene erste gemeinsame Besprechung Ursache für sein Misstrauen war. Ich habe mich damals an die Stirnseite gesetzt, die zumindest in der Phantasie des Kollegen, ausschließlich dem „König“ als Revier vorbehalten war. Mit meinem Verhalten habe ich mich somit, aus der Sicht dieses Mannes, über ihn gestellt und ein Revier beansprucht, welches mir nicht zustand. Wir sind beide inzwischen längst nicht mehr in diesem Unternehmen und seit vielen Jahren befreundet. Die Anekdote bringt uns beide immer noch zum Lachen und dir vielleicht einen kleinen Eindruck, was passieren kann, wenn man sich über männliches Revierverhalten nicht bewusst ist.

Häufig liegt das Problem viel eher in weiblicher Zurückhaltung, wenn sich Frauen im Kreis von Männern befinden. Etwas überzeichnet neigen Frauen dazu, sich eher an der Wand entlang zu schleichen, wenn sie einen Raum betreten, um z.B. an Vorträgen oder Besprechungen teilzunehmen. Ist der Platz endlich – natürlich nur auf der vordersten Kante des Stuhls – eingenommen, dann werden die Hände brav auf den Schoß gelegt.

Ganz anders betreten Männer ihre Bühne. Es gibt lautstarke Begrüßungen, es wird mit Kollegen gescherzt, gerne noch verbunden mit einem Knuff oder einer anderen kumpelhaften Geste. Der Platz wird erst eingenommen, wenn es wirklich losgeht. Dieses Platz in Anspruch nehmen gestaltet sich in der Regel auch völlig anders, als jenes mit weiblicher Zurückhaltung. Der Stuhl ist komplett mit Mann gefüllt und Unterlagen sowie Gegenstände werden ausgebreitet, am liebsten auch noch dort, wo Frau Raum für territoriale Machtspiele bietet. Selbstverständlich machen sich ebenfalls männliche Hände und Arme auf dem Tisch breit. Höfliche Distanz gibt es dabei nicht, denn es gilt mit diesem Verhalten Dominanz und Machtansprüche zu demonstrieren.

All dies wird, mindestens unterbewusst, auch von allen übrigen Beteiligten wahrgenommen. Bei den männlichen Vertretern führt diese, zugegeben etwas karikiert beschriebene, Situation dazu, dass für den Verlauf der Besprechung das Mauerblümchen nicht erst genommen wird. Völlig egal was sie sagen wird und wie ausgefeilt sie argumentiert, sie wird mit ihren Themen nicht gehört und wahrgenommen werden. Das gilt üblicherweise auch für den Chef, der ja sehr häufig männlichen Geschlechts ist. Denkt Frau das weiter, dann sind solche Situationen nicht nur frustrierend, sondern auch der eigenen Karriere abträglich.

Ähnliche Machtmechanismen über Revierverhalten finden auch in allen andern beruflichen Situationen statt. Beispielsweise kommt Mann in dein Büro oder an deinen Schreibtisch und macht sich gerne mit Gegenständen und dem eigenen Körper breit. Das passiert wie zufällig und häufig auch mit einem überaus freundlichen Gesichtsausdruck.

Vielleicht kennst du solche Situationen und weißt unterbewusst, dass dir, trotz des freundlich blickenden Kollegen, etwas unangenehm, zu dicht und zu präsent ist. Dann hast du einen Mann dabei erwischt, wie er mit dir ein Machtspiel spielt. Oder du möchtest in Zukunft einmal in deinem Alltag auf entsprechendes Verhalten achten. Ich bin mir sicher, du wirst Beispiele finden können.

Es gibt gute Möglichkeiten, auf solches Verhalten und entsprechende Konflikte zu reagieren und neue, eigene Spielregeln aufzustellen. Das gilt, egal ob Frau oder Mann bisher aus solchen Machtspielen als Verlierer hervorgegangen ist. Auch wenn viele Frauen als Mädchen eher daraufhin sozialisiert wurden, immer hübsch höflich oder bescheiden zu sein, genügt es häufig schon vom eigenen bisherigen Muster abzuweichen. Ein Mann wird ein klares Auftreten einer Frau nicht als unhöflich empfinden. Wenn überhaupt, wird ihn diese neue Verhaltensweise etwas irritieren. Ganz bestimmt wird er schnell feststellen können, dass sich diese Frau, für seine territorialen Machtspiele, nicht als Opfer eignet. Er wird sich dafür einen anderen „Spielplatz“ suchen.

Wie im Detail eine Frau angemessen und zielgerichtet reagieren kann, hängt immer auch von der speziellen Situation und der gerade vorliegenden kommunikativen Ebene ab.

Die Kommunikationsfalle

Als Frau zielgerichtet in Männergruppen kommunizieren zu wollen, setzt auch voraus zu wissen auf welcher Ebene gerade kommuniziert wird. Männer erkennen in männlich dominierten Gruppen diese Ebene intuitiv und sind sich unabgesprochen einig darüber. Für Frau kann das schnell zu einer Falle werden, wenn sie auf einer anderen Ebene versucht zu kommunizieren.

Nehmen wir das Beispiel von oben, bei dem Mann seine Bühne im Konferenzraum betreten und sein Revier dort distanzlos abgesteckt hat. Dem Mauerblümchen bleibt kaum mehr Platz für den eigenen Körper oder für Unterlagen. Ihr gefällt das natürlich nicht und wahrscheinlich wird sie ärgerlich darüber sein. Hier hat Kommunikation in größerer Runde stattgefunden, die komplett ohne Sprache auskommt. Nun gibt es drei Möglichkeiten daraufhin zu erwidern.

Die Erste ist, nichts zu unternehmen und sich diese Übergriffigkeit gefallen zu lassen. Das ist sicherlich die schlechteste Variante, denn damit unterstreicht Frau ihre, durch die Männer wahrgenommene, Rolle als Mauerblümchen und wird kein ernst genommener Teil der Runde sein.

Das üblich weibliche Repertoire sieht, als zweite Möglichkeit, eine Reaktion in Worten vor. Vielleicht so etwas, wie ein leicht ungehaltenes: „Kannst du bitte etwas Platz machen, damit ich …“. Auch das wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht den gewünschten Effekt haben. Mann wird mindestens abfällig drein blicken und sich gegebenenfalls noch zusätzlich ebenso äußern. Das kann z.B. mittels unsachlichem Kommentar, wie „Wohl schlecht geschlafen …“ oder Ähnlichem, stattfinden. Das gehört mit zum Spiel und verkehrt den Ursprung des Fehlverhaltens.

Wirklich Raum schaffen, im engsten wie auch weitesten Sinne, kann sie nur, wenn sie auf der gleichen kommunikativen Ebene reagiert. Beispielhaft kann dies einfach damit erfolgen, indem sie ihre Sachen und Unterlagen ganz in Ruhe auf denen des übergriffigen Mannes platziert. Aus eigener Erfahrung bin ich mir sicher, dass dies die Sprache ist, die er versteht. Er wird das respektieren und vermutlich, möglichst unauffällig, mit seinen Gegenständen den Rückzug antreten.

So geht es in den zweiten Akt der Kommunikation, denn die Besprechung hat ja gerade erst begonnen. Auch wenn jetzt tatsächlich gesprochen wird, ist für Frau noch nicht unbedingt der Zeitpunkt, gut vorbereitete inhaltliche Beiträge in die Runde zu bringen. Sehr häufig finden in Männergruppen zunächst typische, etwas flapsig formuliert, Selbstbeweihräucherungsrituale statt. Damit ist noch nicht die kommunikative Ebene erreicht, die gut geeignet ist, um wirklich inhaltlich etwas bewegen zu können. Mann berichtet in dieser Phase gerne ganz beiläufig, was alles Tolles erreicht und erfolgreich erledigt wurde. Frauen haben meist wenig Lust sich daran zu beteiligen. Müssen sie auch nicht.

Es genügt zuzuhören und dabei Honig für das eigne Thema zu saugen. Es wird fast immer etwas geben, was Anknüpfungspunkte für das eigene Thema bietet. Mit freundlicher Würdigung des bisher Gesagten und der entsprechenden Verknüpfung, kann sie nun den eigenen Themenstrang in der Gruppe vorbringen. Mann wird ihr so eher zuhören, sie wahrnehmen und ebenfalls wertschätzen.

Nun hat Frau, bildlich gesprochen, das geschafft, was Mauerblümchen eigentlich ausmacht – unter zunächst widrigen Umständen Fuß zu fassen und zu erblühen. Natürlich ist die beschriebene beispielhafte Besprechung verkürzt dargestellt und wird nicht immer in so ausgeprägt stereotypischer Weise stattfinden. Die Elemente entstammen alle meiner eigenen Erfahrung und sind typische Beispiele, wie Kommunikation für Frauen in Männergruppen leichter funktioniert. Sie sind natürlich, in den dahinter liegenden Prinzipien, übertragbar auf viele andere Situationen im beruflichen Alltag.

Weibliche Glaubenssätze und berufliche Wahrheit

Auch im Thema weiblicher Glaubenssätze (vs. männlicher) können viele Hindernisse für Frauen stecken. Glaubenssätze sind machtvolle Wahrnehmungsfilter und sie bestimmen unser Verhalten ohne, dass wir dies bewusst steuern können. Mit hinderlichen Glaubenssätzen Ziele erreichen zu wollen, entspricht einem Kraftakt und dieser führt häufig ins Leere. Über die Zusammenhänge von Glaubenssätzen und Zielen kannst du dich mit meinem Beitrag „Wie helfen Glaubenssätze … dabei, unsere Ziele zu erreichen?“ im Detail informieren.

Welcher Glaubenssatz im Einzelnen blockierend wirkt, wird häufig erst dann klar, wenn dieser gezielt, z.B. im Rahmen eines Coachings, identifiziert wurde.

Beispielhaft sei an dieser Stelle ein gleichermaßen sehr weiblicher, wie auch brisanter Themenkomplex beleuchtet – Glaubenssätze, die mit perfektionistischem Anspruch von Frauen im Zusammenhang stehen. Solche Glaubenssätze können z.B. „Um anerkannt zu werden, muss ich perfekt sein.“ oder auch „Ich bin nicht gut genug.“ lauten. Diese häufig anzutreffen Glaubenssätze bei Frauen sind an sich schon harter Tobak. In Verbindung zur tendenziell eher männlichen Sicht auf die Welt, in dieser Beziehung, wirken solche Glaubenssätze wie Sprengstoff auf berufliche Möglichkeiten von Frauen. Natürlich vor allem dann, wenn Frauen in Männerdomänen und unter männlichen Chefs arbeiten.

Die hemmende Wirkung, dieser speziellen weiblichen Glaubenssätze, beginnt bereits mit der Bewerbung auf einen angestrebten Job. Sehr häufig sind Stellenausschreibungen so an Bewerber:innen adressiert, dass ein Idealbild, hinsichtlich Erfahrung, Kenntnissen und Eigenschaften, beschrieben ist. Kaum ein Unternehmen glaubt ernsthaft daran, dass eine Idealbesetzung der Position stattfinden wird.

Dennoch neigen Frauen dazu, sich gar nicht erst auf eine entsprechende Position zu bewerben, wenn sich die eigene Vita nicht nahezu zu hundert Prozent mit dem Idealbild deckt. Geben sie sich dann doch einen Ruck, sind solche Bewerbungen oft mit Tiefstapelei durchsetzt. Männliche Bewerber, die häufiger ohne den Ballast der perfektionistischen Glaubenssätze unterwegs sind, machen es sich da viel leichter. Da genügen schon mal 60 Prozent Profildeckung. Bei sehr guten Englischkenntnissen würde eine Frau beispielsweise eher von „guten Englischkenntnissen“ schreiben, während daraus bei einem Mann auch schnell mal „verhandlungssicher“ wird.

Hat diese Bewerberin trotz allem so überzeugt, dass sie die gewünschte Position erhält, wird sich das oben beschriebene Prinzip weiter, wie ein roter Faden, durch ihre Laufbahn ziehen. Die perfektionistische Sicht macht vorsichtig bis zögerlich und zeigt sich der männlichen Welt als Unsicherheit und problemorientiert. Wenn es dann darum geht, wem ein männlicher Chef etwas zutraut, dann in der Tendenz immer dem, der im Brustton der Überzeugung alles kann, was gefordert ist.

Männerdomänen als Haifischbecken

Zu den oben beschriebenen Folgen, weiblich perfektionistischer Glaubenssätze, ergänzt sich nahtlos das gleichermaßen extreme wie sprichwörtliche Haifischbecken als Herausforderung. Das dahinter liegende Verhaltensmuster ist in Männerdomänen nicht ganz selten anzutreffen. Es geht darum, Rival:innen um Anerkennung, Macht, Einfluss und folglich auch Führungspositionen Stück für Stück „weg zu beißen“.

Beginnt, bildlich gesprochen, einer mit dem Beißen und hat eine verwundbare Stelle bei einer Rivalin gefunden, dann werden im Haifischbecken schnell Nachahmer hinzukommen. Da ist es nicht selten, dass gerade Frauen mit hinderlichen Glaubenssätzen eine solche verwundbare Stelle bieten. Sie sind, als die Exotinnen, in solchen Konstellationen die Ersten, auf die sich die übrigen Beteiligten stürzen werden, bevor andere an der Reihe sind.

Leider ist nicht von Beginn an klar, dass sich eine entsprechende Konstellation entwickeln kann. Viele Frauen würden dies eher meiden, wenn sie könnten, finden sich aber dennoch plötzlich manchmal genau dort wieder. Damit muss ein Mensch erst einmal umgehen können und dabei gesund bleiben – ganz egal, ob Frau sich auf Dauer eine solche berufliche Situation vorstellen kann und möchte.

Eine Klientin kam vor einiger Zeit sowohl körperlich als auch seelisch schwer angeschlagen zu mir. Sie war damals, als einzige weibliche Führungskraft unter einem männlichen Geschäftsführer, in genau einer solchen Situation. Begonnen hat das mit einem Kollegen, der ihre Glaubwürdigkeit und Fähigkeiten gezielt untergraben hat. Die anderen Kollegen waren, mindestens passiv und einige auch aktiv, schnell dabei in das gleiche Horn zu blasen. Es gipfelte damit, dass in ihrem Beisein über ihren Kopf hinweg, gedanklich ihr Verantwortungsbereich auf die anderen aufgeteilt wurde.

Der Geschäftsführer hat das nicht unterbunden, obwohl sich gerade unter ihrer Führung dieser Bereich, zahlenmäßig belegbar, sehr positiv entwickelt hatte. Nach dem Coaching war diese Klientin so weit wieder in ihrer Kraft, diesen extremen Vertrauensbruch und Konflikt mit ihrem Chef anzusprechen zu können. Dieses Gespräch, emotional gestärkt, führen zu können, war zunächst ihr Ziel des Coachings. Weil der Vertrauensbruch zu groß war, dauerte es dann nicht lange und sie hat den Spieß umgedreht. Sehr zum Missfallen des Chefs, hatte sie inzwischen die Kraft das Unternehmen zu verlassen. Sie arbeitet heute, sehr zufrieden, in einem großen Unternehmen als Abteilungsleiterin in geschlechtlich gemischtem Führungskräftekreis unter einer Bereichsleiterin. Glückwunsch!

Darum ein Karrierecoaching für Frauen von einer Frau

Das obige Beispiel ist nur eines von vielen, wie ein Karrierecoaching für Frauen zu einem zufriedeneren Berufsleben führen kann. Im Allgemeinen muss ein:e Coach nicht immer auch Erfahrungen haben, die im Themenkreis der Klient:innen liegen. Ich muss beispielsweise nicht selbst schon einmal Angst vor Wühlmäusen gehabt haben, damit ich Menschen dabei unterstützen kann, diese Angst zu überwinden.

Eine wichtige Ausnahme sehe ich in dem thematischen Feld von Frauen in Männerdomänen und Führungspositionen. Hier ist meine Überzeugung, dass eine gute und nachhaltige Bearbeitung die wichtigsten Facetten männlich dominierter Arbeitswelten beim Karrierecoaching für Frauen umfassen sollte. Das kann in der gemeinsamen Arbeit nur gelingen, wenn die Coach diese Facetten kennt und Klientinnen darin begleiten kann, auch einen ganz praktischen Umgang mit Situationen finden zu können.

Das Karrierecoaching für Frauen beinhaltet natürlich auch entsprechende hinderliche Glaubenssätze und Ängste schnell zu identifizieren und zu überwinden. Das stärkt das Selbstbewusstsein und lässt dich ganz natürlich einen anderen Umgang mit Situationen finden.

Gerne bin ich die Frau an deiner Seite und unterstütze dich mit professionellem Frauencoaching und entsprechendem weiblichem Erfahrungshintergrund für deine Freude in Beruf und Karriere. Nimm mich gerne beim Wort und buche dein kostenfreies Kennlerngespräch mit mir.

Anke Bolter – Morpho-Coaching® Hamburg

Ein Kommentar zu “Karrierecoaching für Frauen in Männerdomänen und Führungspositionen

  1. Merle Munder schreibt:

    Ich hatte das Glück, viele Jahre mit Anke Bolter zusammen zu arbeiten. Als Vorgesetzte und Mentorin hat sie nicht nur mein Verständnis von Führung und Zusammenarbeit im Team stark geprägt. Mit ihr hatte ich schon in den ersten Berufsjahren ein tolles weibliches Rollenvorbild und habe sehr viel von und mit ihr lernen dürfen. Ich schätze bis heute ihren Sachverstand, ihre Empathie und ihr Engagement, mit dem sie allen Aufgaben begegnet.
    Liebe Anke – toll, dass du deine Erfahrungen und Expertise nun als Coach weitergibst!

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