Wirkung von Meditation auf Resilienz und Gesundheit

Foto zum Beitrag zur Wirkung der Meditation auf Resilienz und Gesundheit

Schon bewusst (?) … …, dass die positive Wirksamkeit von Meditation bereits bei einer Vielzahl von stressbedingten Krankheiten und Symptomen, wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Problemen, Schmerzen, Entzündungen, Schuppenflechte, Depression oder Schlafproblemen nachgewiesen wurde? Darüber hinaus führt langfristiges Praktizieren von Achtsamkeitsmeditation zur Zunahme der grauen Substanz im Gehirn in Bereichen, die für die Verarbeitung von Sinneseindrücken, den Verstand, das Gedächtnis und die Vernunft zuständig sind.

(aus Paul J. Kohtes / Nadja Rosmann: „Mit Achtsamkeit in Führung – Was Meditation für Unternehmen bringt“)

Positive Wirkung von Meditation auf unsere Resilienz

Viele Studien und Metastudien existieren bereits zu der positiven Wirksamkeit von Meditation auf unseren Körper und unseren Geist. Im meditativen Zustand sind wir sowohl körperlich als auch geistig entspannt. Dieser Zustand hat einen positiven Einfluss auf unsere Stresswahrnehmung und -verarbeitung. Mit dieser Wirkung auf unser psychisches Empfinden stärken wir insgesamt unsere Widerstandsfähigkeit.

Darüber hinaus erhalten wir durch regelmäßiges meditieren eine erhöhte Achtsamkeit für uns und unsere Mitmenschen. So sind wir, für uns, viel schneller in der Lage festzustellen, wenn wir drohen an unsere eigenen Belastungsgrenzen zu kommen. Durch diese Form der Achtsamkeit können wir dafür sorgen unsere eigenen Grenzen gar nicht erst zu überschreiten. Ebenfalls verringert Meditation Ängste und begünstigt positive Gefühle, was sich wiederum positiv auf die Resilienz auswirkt.

Ein bisher noch nicht so bekannter Aspekt von Meditation ist, dass wir hiermit sogar unsere Gene positiv verändern können. Auch dieser Aspekt ist wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Lies hierzu gerne auch ausführlicher unter meinem Beitrag „Unsere Gene sind nicht Schicksal“ weiter.

Relevanz von Meditation auf das Arbeitsleben

Inzwischen sind es gut fünfzig Prozent der Angestellten, die sich in ihrem Arbeitsalltag gestresst fühlen. Da wundert es nicht, dass die BKK in ihrem Gesundheitsreport 2018 das Folgende festgestellt hat: „Trotz rückläufiger Krankenstände in den letzten Jahren wächst der relative Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Er kletterte in den vergangenen 40 Jahren von zwei Prozent auf 16,6 Prozent. Die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen bzw. Arbeitsunfähigkeit.“ Einmal abgesehen von dem persönlichen Schaden für die betroffenen Menschen, sollte dies auf uns persönlich, auf Unternehmen und Gesellschaft alarmierend wirken. Wie oft hören wir alle von sogenannten Burnout Erkrankungen im Arbeitsleben.

Sicherlich auch für das Arbeitsleben von Bedeutung ist, dass regelmäßiges meditieren unser Gehirn leistungsfähiger macht. Bildgebende Verfahren im Rahmen von Studien beweisen, dass vor allem auch Areale des Gehirns an Masse zunehmen, die für unser Denken relevant sind. So können wir beispielsweise unsere Merkfähigkeit und die Verarbeitung von Informationen steigern.

Weiterhin von Relevanz ist die, durch die eigene Achtsamkeit, gesteigerte Achtsamkeit mit den Menschen in unserer Umgebung. Gerade im Zusammenhang mit den, in fast allen Unternehmen geforderten, „Soft Skills“ und der Notwendigkeit im Team zu arbeiten, bringt Meditation besonders wertvolle Fähigkeiten mit sich.

Warum nicht öfter meditieren?

Wir können sehr leicht etwas für uns tun und trotzdem sind es aktuell nur gut zehn Prozent der Deutschen, die täglich meditieren oder eine vergleichbare Praxis anwenden. Meditation stärkt unserer Gesundheit, ist leicht durchzuführen, man kann nichts falsch machen, kostet nichts, kann fast überall praktiziert werden und wird über zahllose Apps und Podcasts unterstützt – also gibt es viele gute Gründe es zu tun, oder?

Vielleicht gibt es noch ein paar Vorurteile zum Thema Meditation? Manche Menschen glauben, dass Religion oder Spiritualität untrennbar mit Meditation verbunden sind. Außerdem begegne ich immer wieder Menschen, die mit Meditation die Phantasie verbinden, dass die Luft Räucherstäbchen geschwängert sein muss und irgend eine unbequeme Haltung mit verknoteten Beinen sein muss. Unzählige Beispiele zeigen, dass dies eben nur Vorurteile sind. An dieser Stelle möchte ich exemplarisch auf zwei Beispiele eingehen, die vielleicht gehegte Vorurteile entkräften.

Der „Body- oder Körper-Scan“ als Resilienz-Übung

Diese Form der Meditation ist ideal für Menschen, die sich im Liegen etwas Gutes tun möchten und dabei tief entspannen können. In dieser Resilienz-Übung geht es darum den eigenen Körper achtsam wahrzunehmen. Schritt für Schritt beobachtest du ihn von den Füßen bis zum Kopf. Dabei kannst du das Kreisen von Gedanken unterbrechen und die größte Herausforderung liegt darin, dabei tatsächlich wach und aufmerksam zu bleiben. Wenn du gut dabei einschlafen kannst, dann ist das auch nicht schlimm und hat vielleicht auch damit einen guten Zweck erfüllt. Anleitungen zum Body-Scan gibt es viele im Netz als kostenlose MP3 Downloads (z.B. auf der Seite der Techniker Krankenkasse: https://www.tk.de/techniker/magazin/life-balance/aktiv-entspannen/body-scan-download-2007110).

Die „Gehmeditation“ als Resilienz-Übung

Bei dieser Art der Meditation kannst du zwei wohl tuende Maßnahmen miteinander verbinden – ein bisschen frische Luft schnappen und dabei meditieren. Ideal geeignet ist hierfür z.B. auch ein kleiner Gang in der Mittagspause. Auch diese Meditationsform unterbricht das Kreisen der Gedanken und sie führt zu einer gesunden Entspannung. Eine Anleitung für diese sehr einfache und unkomplizierte Resilienz-Übung findest du auf meiner Seite „mein Angebot“.

Anke Bolter – Morpho-Coaching® Hamburg